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Organic Silk Infos

Der Grundgedanke
Würden Sie einen besseren Schlaf finden, wenn Sie die Gewissheit hätten, dass Sie mit der Wahl Ihrer Nachtwäsche etwas Gutes getan haben? Genau diese Frage hat sich Féraud Paris gestellt um kam zu folgendem Resultat:
Wahrer Luxus tut Gut(es)!
Nebst dem eleganten und zeitlosen Design, garantiert Féraud Paris bei der neuen Organic Silk Linie Schadstofffreiheit durch den Einsatz qualitativ hochwertiger Seide, welche aus von Demeter zertifiziertem Anbau stammt. Ihre Verarbeitung erfolgt in einem GOTS zertifizierten Betrieb, der höchste ökologische und soziale Ansprüche erfüllt.
Féraud Paris engagiert sich in Zusammenarbeit mit dem Bio-Projekt SABA für lokale Beschäftigung und gegen Landflucht in der chinesischen Provinz Sichuan - das bedeutet Sicherheit für unzählige Familien.
Mit einem so ausgeprägten Maß an ethisch korrekten Arbeitsbedingungen, gewährleisteter Transparenz und Qualität, wird Féraud Paris zum Vorbild in der Branche.
Sie sehen: Wahrer Luxus tut Ihnen gut und zugleich der Natur und unserer Umwelt. Finden Sie hier weitere Infos zum Projekt und der verwendeten Seide.
Wir wünschen Ihnen viel Spaß und ein angenehmes Trageerlebnis mit diesem hochwertigen, wohltuenden, exklusiven und ökologischen Naturprodukt!
  
Ursprung von Seide
Einer Legende nach begann die Seidenproduktion in China bereits 3000 Jahre vor Christus. Bis 550 vor Christus war die Produktion von Seide ein schwer gehütetes Geheimnis und es war verboten, Raupen, Eier oder Stecklinge des Maulbeerbaums außer Landes zu bringen. Seide war lange Zeit das Hauptexportgut aus China und gab der ältesten Handelsroute der Welt, der Seidenstraße, ihren Namen.
Seidenproduktion allgemein
Zur Herstellung von Seide wird ein Schmetterling, der Maulbeerseidenspinner, benötigt. Auch andere Schmetterlingsarten können Seidenfäden produzieren, allerdings liefern die Maulbeerseidenspinner die qualitativ besten Seidenfäden.
Die Raupen dieses Schmetterlings werden mit Blättern des Maulbeerbaumes gefüttert. Nach vier Wochen ist die Raupe ausgewachsen und stellt die Nahrungszufuhr ein. Jede Raupe wird dann in ein kleines separates Fach gelegt und beginnt sich zu verpuppen. Die Seidenraupe produziert ein Sekret aus Fibroin, diesen Speichelfaden „spukt" sie aus zwei Spinndüsen am Maul. Beim Ausspinnen des Fadens dreht sich die Seidenraupe und macht mit dem Kopf eine achtförmige Bewegung. Drei bis vier Tage dauert dieser Prozess, dabei macht die Seidenraupe ca. 300.000 Kopfbewegungen und es entsteht ein 700-1600 Meter langer Seidenfaden, der zu einem Kokon aufgewickelt ist.
Um nun aus dem Kokon einen Webfaden zu erhalten, werden diese mit Heißluft oder kochendem Wasser behandelt, so dass das Ende des Endlosseidenfadens gefunden werden kann. Insgesamt werden die Fäden von vier bis acht Kokons zusammen abgewickelt und zu einem Seidenfaden zusammengeführt.
 
Seidenproduktion im SABA-Projekt
(Sichuan Alkena Biodynamic Agricultur)
Alkena produziert seit 1978 Naturtextilien mit dem Schwerpunkt Seide. Für die Herstellung von Rohstoffen nach ökologischen Grundsätzen wurde das SABA-Projekt ins Leben gerufen.
Ziel dieses Projektes ist, organische Seide mit höchster Qualität unter nachhaltigen Bedingungen zu produzieren. Dazu wurde in der Provinz Sichuan in China ein Berg gepachtet und eine ökologische Seidenzucht aufgebaut.
Das SABA-Projekt ist auf einem Hügel von ca. 200 ha Größe am Fuße des Himalaya-Gebirges angesiedelt, der von einem Fluss umgeben ist. Früher war dieser Hügel nicht bewaldet, was dazu geführt hat, dass es durch die Erosion während der Regenzeit immer wieder zu einer Verwüstung der Felder kam und keine Ernte möglich war. Die ansässigen Bauern sind daher in die Städte gezogen, leider meist in prekäre Arbeitsverhältnisse.
1998 wurde der Hügel von dem Projekt gekauft und aufgeforstet. Der Hügel ist nun vollständig begrünt.  600.000 Maulbeerbäume wurden zur Fütterung der Seidenraupen angebaut. Zusätzlich wurden ca. 5.000 Obst- und Laubbäume gepflanzt, um Nistplätze für Vögel und Beschattung zu bieten. Diese Mischkultur wird seither biodynamisch  und Demeter zertifiziert bewirtschaftet. Dies führt zu einer messbaren Verbesserung der Boden-, Wasser- und Luftqualität. Auf diesen zwei Quadratkilometern findet man eine für chinesische Verhältnisse sehr gesunde Umwelt, was unter anderem die Nachhaltigkeit des Projektes unterstreicht.
Die zu erwartende Jahresproduktion beträgt 30.000 kg Kokons. Hierfür werden 900.000 kg Maulbeerblätter benötigt. Auf dem kompletten Berg werden daher viermal im Jahr alle Blätter der Maulbeerbäume von Hand abgepflückt und für die Seidenraupen zur Fütterung bereitgestellt.
Die jährlich 700.000 Eier, die für die Seidenraupenzucht benötigt werden, kommen aus einem staatlichen Zuchtbetrieb und müssen durch das tägliche Abernten der Maulbeerbäume von Hand gefüttert werden. Das sind 200 Arbeitsplätze, die so vor Ort entstanden sind. Damit hat das Projekt einen ganz konkreten Effekt und diese Arbeiter konnten wieder in ein gutes Arbeitsverhältnis zurückkehren.
 

Was ist der Unterschied zwischen Organic Silk und herkömmlicher Seide?
Die Qualität eines Seidenproduktes wird, wie bei allen Naturfasern, durch die Qualität des Rohstoffes bestimmt.
Der größte Unterschied liegt in der Nahrung für die Raupen. Dank des biologisch dynamischen Anbaus im SABA-Projekt, wird auf den Einsatz von Pestiziden und Düngemittel verzichtet. Die Seidenraupenzucht erfolgt daher ohne Hormone und Formaldehyde.
Dadurch erhalten die Raupen ein hochwertiges, schadstofffreies Futter und produzieren entsprechend große und dickwandige Kokons, aus denen besonders hochwertige und edel glänzende Seide gewonnen werden kann, die frei von Schadstoffen ist.
Von einem guten Kokon können bis zu 1.500 m Seidenfasern endlos abgespult werden. Die übrigen Fasern werden für gesponnene Seide oder zum Wattieren von Jacken etc. verwendet. Kleinere, minderwertige Kokons ergeben einen geringeren Ertrag an Seide, außerdem hat diese oft eine trübe Farbe, eine geringere Elastizität und einen ungleichmäßigen Fadendurchmesser. Die daraus hergestellten Stoffe sind oft ungleichmäßig und benötigen einen höheren Einsatz von Chemikalien für die Färbevorstufe. Außerdem ist der Materialverlust meist höher.
Durch die gute Qualität der Kokons können jedoch nicht nur höhere Erträge erzielt werden, der biologische Landbau geht auch Hand in Hand mit fairem Handel. Der sorgsame Umgang mit der Umwelt stellt die Menschen in den Mittelpunkt und führt dadurch zu einem sorgsameren Umgang mit dem Handelspartner. Feste Preise und Abnahmemengen verhindern dabei eine Übervorteilung der Landbevölkerung.
Der biodynamische Anbau führt zu einer Verbesserung der Umweltbedingungen und dadurch zu einer Verbesserung der allgemeinen Lebensbedingungen. Außerdem wirkt sich der hohe Anteil an Handarbeit positiv auf die in den ländlichen Gebieten Chinas sehr hohe Arbeitslosigkeit aus.
Seidenfäden werden durch das Kochen dünner, geschmeidiger und glänzender. Bei herkömmlicher Seide wird chemisch weiter veredelt: durch Hinzufügen von Metallsalzen (z.T. Zinnverbindungen) oder Kunstharzen wird der Gewichtsverlust ausgeglichen.
Herkömmliche Seide wird mit Schwefeldioxid gebleicht. Unsere Demeter-Seide bleibt naturbelassen, wird nicht beschwert und nur durch das Kochen des Stoffes gebleicht. Daher kann auch die Farbe Champagner je nach Kokonqualität variieren und ist eine wirkliche Naturfarbe. Die Farbe Schwarz wird nach Organic Richtlinien gefärbt.

Konfektion von Féraud Organic Silk
Die Verarbeitung der Seidenfäden zu Web- und Wirkwaren, sowie die Konfektion der Produkte erfolgt in China, dem Herkunftsland der Seide. Auch hier steht das Thema der Nachhaltigkeit und Sozialverträglichkeit im Vordergrund. Die Produkte werden in einem von Fair Wear zertifizierten Betrieb in Chengdu konfektioniert. Dieser außerdem GOTS zertifizierte Betrieb entspricht höchsten ökologischen Ansprüchen und einer vorbildlichen Sozialpolitik und hat damit ebenfalls Vorzeigecharakter.
Das ausbezahlte Gehalt von 2.700 RMB, entspricht nahezu dem dreifachen des chinesischen Mindestlohns in der Region ist und liegt mit 600 RMB deutlich über dem von Fair Wear angesetzten Mindestlohn.
Die Arbeitszeiten liegen bei einer 5 Tage-Woche jeweils bei 9 bis18 Uhr. Freiwillig können noch maximal 20 bezahlte Überstunden aufgestockt werden. Außerdem gibt es einen hauseigenen Tarifvertrag und eine frei gewählte gewerkschaftliche Vertretung. Selbstverständlich gibt es ein komplettes Verbot von Kinderarbeit.
Die Konfektion erfolgt zum großen Teil in Handarbeit und garantiert dadurch ein hohes Maß an Qualität.
Auch Andreas Söffker, Geschäftsführer der Gerhard Rösch GmbH überzeugt sich mehrmals im Jahr von den Arbeitsbedingungen vor Ort: „Die Kombination aus vorbildlicher Sozialpolitik und höchsten ökologischen Ansprüchen ist in dieser Ausprägung einmalig in China. Unsere Türen stehen jederzeit offen für Presse und Interessierte."
 
Eigenschaften von Seide
Im Sommer kühlt Maulbeerseide die Haut und im Winter wirkt sie temperaturausgleichend. Dies liegt an den dünnen, endlos langen Seidenfäden, die zu einem feinen, aber zeitgleich sehr dichten Gewebe mit geringem Lufteinschluss führen, das glatt auf der Haut liegt und aus diesem Grund kühlt. Gleichzeitig kann der Luftfilm, der zwischen dem Körper und dem Seidenstoff eingeschlossen ist, nur schwer durch das feine Gewebe entweichen, wodurch sich die warmhaltenden und wärmenden Eigenschaften der Seide erklären.
Naturbelassene Seide ist die Faser, die der menschlichen Haut am ähnlichsten ist. Sie ist daher besonders angenehm zu tragen und überdies hautberuhigend. Damit ist sie ebenfalls hervorragend für Allergiker geeignet.
Seide hat wie alle Naturfaserstoffe eine hohe Elastizität und Festigkeit und neigt wenig zum Knittern.
Seide kann bis zu 30% ihres Gewichts an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich nass anzufühlen.
Pflegehinweise
Wir empfehlen für unsere naturbelassene Seide die Handwäsche in lauwarmem Wasser, denn sie ist empfindlich gegenüber hohen Temperaturen, Abrieb und Wasserflecken sowie alkalischen Waschmitteln: bitte nur Waschmittel für Seide, Wolle oder Haarshampoo verwenden - ohne optische Aufheller oder Bleichmittel.
Die Seide -circa drei bis fünf Minuten in lauwarmen Wasser einweichen / dunkle Farben nur kurz in KALTEM Handbad waschen, nicht einweichen! Während dieser Zeit den Stoff leicht hin und her bewegen - nicht auswringen. Sobald die Seide nass ist, vorsichtiger agieren, da sie in nassem Zustand empfindlicher ist. Den Stoff mit kaltem Wasser unter Hinzugabe eines Teelöffels Weinessig ausspülen, um sämtliche Seifenrückstände zu entfernen.
Dann die Seide in ein trockenes Handtuch einrollen, um die restliche Flüssigkeit zu entfernen. Das Teil flach ausrollen und gerade legen. Seide sollte grundsätzlich in noch leicht feuchtem Zustand von der Innenseite her mit mäßig warmer Temperatur gebügelt werden. Da Seide eine Eiweißverbindung ähnlich unserer Haare ist, würde ihr ein zu heißes Bügeln schaden.
Manche herkömmlichen Wasch-Seidenprodukte sind in der Maschine waschbar, da sie pflegeleicht ausgerüstet wurden, so dass sie etwa weniger einlaufen oder leichter zu bügeln sind. Hierfür werden Kunstharze verwendet, die Weichmacher enthalten können. - Diese Ausrüstung hat unsere naturbelassene Seide nicht erhalten!
Seide ist sonnenempfindlich, die Farben können dadurch verblassen und die Seide vergilbt - bitte nicht in der Sonne trocknen. Sie kann bei falscher Lagerung und unsachgemäßer Pflege brüchig werden und reagiert empfindlich auf Schweiß, Deos und Parfums.
Mit der richtigen Pflege hat man aber lange Freude an diesem exklusiven Naturprodukt.


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